Regenwasserversickerung mit Oberbodenfilteranlage in Surheim

Für die Betriebserweiterung um 2 Hallen, ein Verwaltungsgebäude und Außenanlagen wurde die Planung der Regenwasserbeseitigung notwendig. Aufgrund einer zirka 4 Meter dicken, oberflächennahen, bindigen Bodenschicht war eine herkömmliche Versickerung nicht möglich. Für die Beseitigung der Dachabflüsse wurden Sickerschächte vorgesehen, die bis in die darunterliegende Kiesschicht reichen. Um Oberflächenwässer von Zufahrten und Stellplätzen ausreichend zu reinigen und zusätzlichen Rückhalteraum zu generieren, wurde für diese ein Mulden-Rigolen-System entwickelt. Die Rigole besitzt ein Sickerrohr das über einen Drosselablauf an die Sickerschächte angebunden wird. Neben der Bemessung der Sickeranlagen wurde zusätzlich auch ein Überflutungsnachweis nach DIN 1986-100 auf Basis eines 30-jährigen Regenereignisses geführt.

Bemessung eines Regenrückhaltebeckens

Im Rahmen der Entwicklung einer Erweiterung eines Baugebietes in der Stadt Laufen wurde die Bemessung eines Regenrückhaltebeckens notwendig. Da die anstehenden Böden eine Versickerung unmöglich machen und sich im Einzugsgebiet ein überlasteter Mischwasserkanal befindet, war eine einfache Bemessung des Rückhaltebeckens nicht möglich.

Daher wurde der umliegende Bereich unter Zuhilfenahme eines hydrodynamischen Modells simuliert. Die Modellierung erfolgte mithilfe eines Modellregens EULER TYP II und zusätzlich durch eine Langzeitsimulation mit vorliegenden Messdaten von 15 Jahren.

Aus den Ergebnissen wurde deutlich, dass eine Simulation mithilfe eines Modellregens nur einen Anhaltspunkt für die Dimensionierung in der hydrodynamischen Simulation gibt. Das mithilfe eines 2‑jährigen Modellregen dimensionierte Regenrückhaltebecken zeigte bei der Langzeitsimulation über 15 Jahre ganze 17 Überstauereignisse auf. Zur Erreichung der Bemessungsgröße von einmal in zwei Jahren ist die Vergrößerung des Beckens von 350 m³ auf 550 m³ notwendig, was 160% des mithilfe des Modellregens bestimmten Beckenvolumens entspricht.